Baudenkmal

In Passauer Ortsteil Schalding links der Donau gibt es neben der als Baudenkmal eingetragenen Pfarrkirche nur noch ein einziges historisch wertvolles Gebäude aus den 1810-30er Jahren. Genau dieser, das Orts- und Strassenbild prägende Mansarddachbau mit Krüppelwalm befindet sich im Abbruch.

Das Denkmalamt hat einen Nachtrag in die Denkmalliste abgelehnt, weil „das Bauwerk durch weitreichende Veränderungen und Zerstörungen seinen zentralen Aussagewert verloren“ habe.

Passau verwandelt seine Ortsteile weiter und unwiederbringlich in historische gesichtslose Einerlei-Wüsten. Eine Entwicklung, die wir – bei allem Sinn für moderne Entwicklung – nicht akzeptieren wollen. Moderne Stadtentwicklung heißt auch: Altes für das Wohlbefinden und die Identitätsfindung späterer Generationen bewahren und harmonisch mit Neuem zu verbinden! Moderne Stadtentwicklung kann aber nicht nach 70er Jahre Manier heissen: tabula rasa…

Brummer-Schlössel

Passaus Stadtteile verlieren zunehmend ihre bauliche Geschichte. In Kürze wird das „Brummer-Schlössel“ an der Neuburger Strasse (Nr. 87) verschwunden sein. Die Vorbereitungen für den Abbruch laufen schon…

Die Passauer Liste engagiert sich auch weiterhin und mit fachkundiger Expertise um die Bewahrung unseres historischen Erbes. Für uns stiften historische Objekte Identität und Heimatverbundenheit! Und nein – wir halten den Begriff Heimat nicht für einen Tabubegriff, sondern für ein positives Momentum der „schon länger hier Wohnenden“

Antrag: Einführung oranger Zonen für Handwerker und Lieferverkehr nach Münchner Vorbild

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wo in Passau orange Zonen für Handwerker
und Lieferverkehr im Altstadtbereich notwendig und umsetzbar sind.

Begründung:

Handwerker und Lieferdienste haben es in Passau nicht immer leicht.
Viele finden nur einen Stellplatz weit weg vom Kunden, andere stellen sich zur Not in Halteverbote und werden mit einem Bußgeld bestraft.
Besonders im Altstadtbereich wäre die Einführung oranger Zonen notwendig!
Um nicht unnötig Parkflächen zu verlieren, sollen diese Bereiche nachts als Anwohner Parkplätze genutzt werden.
Die neuen Haltebereiche sollen es dem Wirtschaftsverkehr nicht nur einfacher machen, sondern auch das Parken in zweiter Reihe reduzieren, zugunsten der Verkehrssicherheit.

Oranger Zonen für Handwerker und Lieferverkehr in München

Andreas Vilsmeier

Antrag: Erschließung weiterer öffentlicher Ruheplätze und Sitzgelegenheiten (ohne Konsumzwang) im Bereich der alten Fußgängerzone

Beschlussvorschlag:

  1. Errichtung weiterer öffentlicher Sitz- und Ruheplätze (ohne Konsumzwang) im Bereich der alten Fußgängerzone
  2. Flächeneindämmung der Außenbestuhlung neuer Gastrobetriebe auf maximal eine Tischreihe, bezogen auf die Außenfläche des Betriebes, nicht auf die gesamte Fassadenlänge der Immobilie
  3. Erweiterung bzw. Fortführung der Baumreihe in Richtung ECE (siehe Sparkasse Ludwigsstraße)

Begründung:
Nicht nur Corona bedingt, hat die gewerbliche Bestuhlung in der Fußgängerzone (Eiscafe’s, Tschibo, Nordsee, Humusbar usw.) zugenommen.
Immer öfter treten Mitbürger an mich heran und beklagen, dass im Bereich der FuZo nicht mehr genügend konsumfreie Sitzgelegenheiten vorhanden seien.
Gerade im Herzen einer Stadt sollten genügend Sitz- und Ruheplätze zum Verweilen für Senioren, Gäste der Stadt, stillende Mütter, oder für die kleine Mittags- und Einkaufspause vorhanden sein. Hierbei sollte bei Planungen solcher Pausenplätze auch dringend eine Erweiterung der Begrünung als Schattenspender berücksichtigt und verwirklicht werden. Um ein einheitliches und harmonisches Gesamtbild zu schaffen, bietet
sich die Fortführung der bereits bestehenden Baumreihe an.

Andreas Vilsmeier

Antrag: Erweiterung für die Stadtbildsatzung (Allgemeine Genehmigung zum Anbringen für Markisen in der Gastronomie)

Beschlussvorschlag:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, eine dynamische Parkplatzanzeige „Tiefgarage Römerplatz“ an einer geeigneten Stelle, möglichst vor dem Peschlberg, zu suchen und dort installieren zu lassen.
  2. Taxis erhalten die Möglichkeit, aus dem Ilzdurchbruch links auf die Hängebrücke abzubiegen.

Begründung:


Aufgrund der immer noch geltenden Corona-Hygiene-Maßnahmen für die Gastronomie sind Überdachungen im äußeren Gastbereich dringend notwendig geworden. Vielen Betrieben ist es aufgrund von Platzmangel (enge Bürgersteige etc.) und Auflagen (Feuerwehrdurchfahrt) nicht möglich, mit mobilen Schirmen für ausreichend Sonnen- und Regenschutz zu sorgen. Dies macht eine Außenbewirtung fast unmöglich bzw. unrentabel.
Gastronomen, welche entlang der Hausfassade bzw. direkt vom dem Lokal bestuhlen, sollte aus o.g. Gründen die Erlaubnis erteilt werden, eine Markisenüberdachung anzubringen. Farben und Stil sind jeweils, wie gehabt, mit dem Bauordnungsamt abzuklären.
Für diese wichtige und notwendige Unterstützung bedanke ich mich im Voraus.

Andreas Vilsmeier

Antrag: Erweiterung der Uferbeleuchtung am Innkai

Beschlussvorschlag:

  1. Die Uferbeleuchtung zwischen der Marienbrücke und Schaiblingsturm wird um mindestens 5-6 Beleuchtungskörber erweitert.
  2. Im Bereich der Treppe Nikolastraße und der Marienbrücke werden in den Sommermonaten weitere große Mülltonnen aufgestellt.

Begründung:

Die Promenade im Bereich der Marienbrücke und Ortspitze wird sowohl von den Anwohnern, Joggern und Touristen als autofreier Gehweg, Laufstrecke, Flaniermeile und zum Verweilen viel genutzt. Um Sicherheit auch in den Abendstunden zu gewährleisten, bedarf es dringend einer Erweiterung der Uferbeleuchtung in diesem
Bereich. (Siehe Promenadenbeleutchtung innaufwärts bis zum ASG)
Auch nach der Corona-Krise ist der Promenadenbereich auf Höhe der Gottfried-Schäffer-Promenade ein begehrtes Naherholungsgebiet für Jung und Alt geworden und lädt zum Picknicken und Verzehr für „To-Go“- Speisen ein. Folglich hat sich der Verpackungsmüll (v.a. Pizzakartons, „To Go“- Boxen und Becher etc.) deutlich vermehrt und die vorhanden Mülltonnen sind viel zu klein geworden. Um dem unschönen Bild von Müllansammlungen und Verschmutzungen entgegen zu wirken, sollten v.a. in den Sommermonaten Mülltonnen mit mehr Fassungsvermögen aufgestellt werden.

Andreas Vilsmeier

Auszeichnung

Herzlichen Glückwunsch! 👏 Unsere Stadträte Heinz-Peter Hoeber und Matthias Koopmann wurden am Montag mit der Kommunalen Dankurkunde des Freistaats Bayern ausgezeichnet. 🏅 Diese Ehrung erhalten Personen, die sich über einen langen Zeitraum hinweg um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben, z. B. als Stadtrat.

Danke, Heinz-Peter und Matthias, für euer langjähriges Engagement um unser schönes Passau! Auf viele weitere Jahre! 👍🤩#PassauAlsLeidenschaft

Flutmauer Innpromenande

Heute Nachmittag fällt die Entscheidung: Geht es weiter mit den Planungen zur Flutmauer an der #Innpromenade? Oder kommt der Stadtrat endlich zur Einsicht, dass der mögliche Nutzen in keiner Weise die zu erwartenden Kosten und die Einschnitte für die Bürger und das Stadtbild rechtfertigt? 🤔

Als erste und einzige Fraktion haben wir bereits 2018 geschlossen gegen den Hochwasserschutz an der Innpromenade gestimmt. Die aktuelle Lage bestärkt uns nur noch weiter in dieser Entscheidung: Wir können uns die Fortführung dieses höchst umstrittenen Bauvorhaben schlichtweg nicht mehr leisten. Hier dürfen auch Landes- oder Bundeszuschüsse nicht den Blick vernebeln. Planungskosten für absehbar nicht umsetzbare Projekte sind sinnlos rausgeworfenes Geld. 😔

Wir freuen uns, dass mittlerweile weitere Kollegen unserer Ansicht folgen. Wir hoffen, dass sich unserem gemeinsamen Antrag mit Grüne Passau-Stadt, ÖDP Passau, DIE LINKE.Passau und Zukunft Passau e.V. bei der heutigen Abstimmung noch weitere Stadträte anderer Fraktionen anschließen und wir damit endlich den Planungsstopp erreichen. 🌷🤞

Die Entscheidung für eine Fortsetzung der Planungen ist gefallen – Weitere 160.000 € werden seitens der Stadt investiert, um eine Präzisierung der bisher schon vorliegenden Daten zu einem Hochwasserschutz an der Innpromenade zu ermöglichen. Dabei ist bereits klar: Die bisher vorgelegten Kalkulationen bewegten sich schon hart an der Grenze der vertretbaren und vom Land Bayern vorgegebenen Kosten-Nutzen-Kalkulation. In seiner jüngsten Stellungnahme hat das Wasserwirtschatsamt deutlich gemacht, dass die gestalterisch gesetzten Vorgaben für den Hochwasserschutz gegenüber den ursprünglichen Kalkulationen deutliche Kostensteigerungen mit sich bringen werden. In erstaunlicher Offenheit wurde auch Klargestellt, dass ein Bruch der mobilen Hochwasserschutzwände nicht vollends ausgeschlossen werden könne und man in solchem Fall zu erwartende Schäden an den betroffenen Häusern noch erheben müsse. Allein anhand dieser jüngsten Angaben kann kein Zweifel bestehen, dass Kosten und Nutzenabwägung völlig auseinandergehen. Wenn SPD- und CSU-Vertreter dagegen darauf beharren, man müsse erst eine „seriöse Datenbasis“ erhalten um eine Entscheidung treffen zu können, macht das sprachlos und zeugt von sturer Realitätsverweigerung. Kurz: In einer Zeit höchster wirtschaftlicher Anspannung, dramatisch wegbrechender kommunaler Einnahmen werfen wir weitere 160.000 € ohne sehenden Auges ohne Sinn und Verstand zum Fenster hinaus… Man muss es sich halt leisten können…

Antrag: Einführung der Zweckentfremdungssatzung im Bereich Nikolastraße/Bahnhofstraße bis zur Ortspitze

Beschlussvorschlag:
Die Verwaltung wird beauftragt, eine für die Stadt Passau geeignete Zweckentfremdungssatzung im Bereich Nikolastraße/Bahnhofstraße bis zur Ortspitze zu erarbeiten.
Ziel dieser Satzung soll es sein, Wohnraum langfristig zu sichern und vor ungenehmigter Zweckentfremdung zu schützen. Somit bedarf die Nutzung von Wohnraum zu anderen als zu Wohnzwecken und der Leerstand von Wohnraum im Stadtgebiet der Genehmigung.

Begründung:
Die Wohnraumsituation im Innenstadtbereich ist sehr angespannt.
Durch geringe Neubau-Möglichkeiten bei gleichzeitigem Anstieg der Nachfrage ist eine Verknappung von Wohnraum im Innenstadtgebiet entstanden.
Angesichts dieser Entwicklung erscheint es grundsätzlich unerwünscht, dass Wohnraum frei und uneingeschränkt dem Wohnungsmarkt in Passau entzogen werden kann.
Auch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr empfiehlt Gemeinden die Einführung einer solchen Satzung:
Mit Erlass einer Zweckentfremdungssatzung schafft Ihre Gemeinde die Grundlage, um zweckwidrige Nutzungen von Wohnraum zu unterbinden und Bestandswohnungen für normale Vermietungen zurückzuerhalten.
Jede zweckentfremdete Wohnung, bei der Ihre Gemeinde mit Anordnungen dafür sorgt, dass sie wieder Wohnzwecken zugeführt wird, ist ein preiswerterer Gewinn für den Mietwohnungsmarkt als eine neu gebaute Wohnung.

Andreas Vilsmeier

Haushaltsentwurf 2021 – Haushaltsrede der Passauer Liste

Passau sucht auch in Corona-Zeiten nach Superlativen: Wir erhöhen Personalstand und Personalkosten rekordverdächtig. Erstmals brauchen wir 4 Bürgermeister und die Personalausgaben heben wir weiter an.

Die zu lesende Begründung für die Aufstockung der amtlich bestellten, ständigen OB-Vertreter lautet: Es ist viel zu tun und „zwei dieser Personen stehen voll im beruflichen Leben und haben eigentlich keine Zeit für das Amt“. Warum tun die sich das dann an? Beim Beobachter regt sich Mitleid.

Die neue, auch politisch gewichtige Stadtspitze stellt die Verwaltung kurzerhand auf Kurzarbeit: Es sollte 2020 eine Million Euro eingespart werden, da man im Shut-Down weniger Aufgaben erledigen muss.

Passt das alles zusammen? Es fehlt an Maß.

Im Haushaltsplan 2021 steigen die Kosten fürs Personal dann deutlicher als in den letzten Jahren. Als Begründung dient die Tariferhöhung und diverse Beförderungen. Uns fehlt eine Planung zumindest zur Eindämmung, besser zur Reduzierung der Personalkosten. Wie auch die Stadtspitze sagen wir, wir müssen sparen. Der Gewerbesteueranteil sinkt dramatisch und wir müssen mit gedämpften Einkommensteuereinnahmen auskommen. Unsere Ansätze sind allerdings andere.

Wir können uns in der derzeitigen Lage weitere Ausgaben für große Luxusprojekte aber auch höchst umstrittene Bauvorhaben wie Radlertunnel und Hochwasserschutz an der Innpromenade nicht mehr leisten. Hier dürfen auch Landes- oder Bundeszuschüsse nicht den Blick vernebeln. Bundeszuschüsse sind nicht geschenkt, sondern immer mit erheblichen Kosten verbunden: dem zu leistenden Eigenanteil und vor allem Folge- und Unterhaltskosten! Außerdem werden Förderungen durch Bund und Land ebenfalls mit unter anderem unseren Steuergeldern finanziert.

Planungskosten für absehbar nicht umsetzbare Projekte sind sinnlos rausgeworfenes Geld. In der jetzigen Lage, in der Zuschüsse durch Bund und Land in Zukunft wohl in Frage stehen oder Passau zumindest anderswo fehlen, sind diese unverantwortlich. Gerade auch deshalb, da zum Beispiel die Stadtwerke Passau GmbH mit den Pandemie-Problemen ringt und der Stadt einiges abverlangen wird.

Wir und auch die anderen fleißig arbeitenden und antragstellenden Nicht-Bürgermeister-Fraktionen fragen uns, wie wird das neue Gewicht der Stadtspitze samt ihrer teils großen Fraktionen aufgewogen? Wann kommen Anreize und neue Ideen für Passau? Ein so großes Zweckbündnis bringt nichts auf die Reihe außer pauschale Ansätze für Mehrausgaben? Es fehlt das Ziel.

Was ist zum Beispiel aus Herrn Dickls Forderungen der letzten Haushaltsrede geworden? Jetzt als Bürgermeister gäbe es Möglichkeiten zum Gestalten, aber auch er konzentriert sich nun aufs Verwalten, um mit seinen Worten zu sprechen.

Wir stimmen enttäuscht dem Haushalt zu, um die Handlungsfähigkeit der Stadt in schwierigen Zeiten sicher zu stellen.

Wir haben aber einzelnen Punkte, wie zum Beispiel Kosten in kurz- bzw. mittelfristiger Planung für Fahrradtunnel und Innpromenadenmauern in den Fachausschüssen abgelehnt.

Enttäuscht sind wir darüber, dass sich wenig Konkretes im Zahlenwerk wieder findet und unsere Vorschläge von der Bürgermeister-Mehrheit meist abgeschmettert wurden.

Enttäuscht sind wir, dass es dem Haushalt an Maß und Ziel fehlt.

Heinz-Peter Höber, Fraktionsvorsitzender